Südinsel - der Westen der Südinsel

Ab dem 8. Januar hatte ich mein Rad zurück und radelte die nächsten Tage die als regen- und windsicher geltende Westküste gen Süden, wobei es das Wetter anfangs recht gut mit mir meinte und selbst der Gegenwind akzeptabel war. Bei einer Etappe hatte ich die Infos aus dem "Pedallers Paradise" leider wieder vergessen und trat am Abend nach einer fiesen Bergetappe in einen inneren Dialog mit meinen Knien, die die Weiterreise verweigern wollten. Wir söhnten uns aber aus und setzten die Reise am nächsten Tag gemeinsam fort.

Erst, als ich Franz Josef und damit die Gletscher erreichte, begann der Regen und kam in einer Menge vom Himmel, die ich noch nie zuvor erlebt hatte. Zwangsaufenthalte im Fernsehraum eines Hostels, während ich keine Ahnung hatte, ob mein Zelt schon davongeschwommen war, waren die Folge. Witzigerweise hatte die Region 2,5 Wochen zuvor eine solche Trockenperiode erlebt, dass das Wasser knapp wurde und wir in den Hostels nicht mal Wäsche waschen durften.

Von Franz Josef aus startete ich auch zu einer Gletscherwanderung, die letztentlich in strömendem Regen stattfand und einen ganz faden Beigeschmack bei mir hinterließ. Wie sagte der Guide, nachdem ich ihm offenbarte, dass ich Reiseleiterin bin und auch in Island schon einige Gletscherwanderungen mitgemacht hatte: "Das ist eine Fabrik, es geht nur ums Geld verdienen." Ich antwortete darauf nur: "Schade, dass man als Kunde auch ganz deutlich spürt, dass man Teil dieser Fabrik ist und es nur ums Geld geht." Es war nicht ein Funken Spaß bei der Sache.

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Westküste Westküste Westküste Westküste
Westküste bei den Pancake Rocks bei den Pancake Rocks bei den Pancake Rocks
Straßenansichten Straßenansichten Straßenansichten Straßenansichten
Franz Josef Gletscher Franz Josef Gletscher Franz Josef Gletscher  

 

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